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Samstag, 27. August 2011

Ohne Überschrift

Wenn man nicht weiß was man möchte, legt man sich selbst Steine in den Weg. Diese Steine sind erst überbrückbar, wenn man sich darüber im Klaren ist, was die Vernunft im Einklang des Herzen bereit hält. Das Gesicht zu verbergen und versuchen einfach zu unterdrücken oder ganz weit wegzuschieben, führt zu nichts außer dem elenden Gefühl der Trostlosigkeit, das sich im Körper verbreitet und ausweitet wie ein bösartiges Geschwür. - An dieser Stelle fehlen mir seit Tagen die Worte. Ich finde kaum das Richtige um Unentschlossenheit wirklich zu definieren. Man sieht täglich wie Menschen an ihrer eigenen Unentschlossenheit zerbrechen und es nicht einmal mehr schaffen mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Der einzige Gedanke ist und bleibt endlich den Tag zu erreichen, an dem Alles perfekt ist. An dem man nichts hinterfragen muss, an dem man nicht verzweifelt, an dem man wirklich lebt so lange bis sich die Augen schließen und das Glück aus dem Herzen strömt. Unentschlossenheit ist etwas was einem Menschen eine zehn Kilo schwere Eisenkugel an den Knöchel hängt, es schleift hinterher und zieht zurück, man sieht keine Möglichkeit wirklich nach etwas zu suchen, sich anzustrengen und doch bleibt Hoffnung. Hoffnung und Unentschlossenheit stehen sich nicht im Weg, jedenfalls nicht dann wenn man es Unterscheiden kann. Diese Leere in Hoffnung ohne Fundament oder diese Leere durch unbewusste Selbstzurückhaltung aus Angst vor Ablehnung. Das Leben ist verstrickt und Ja, es wird auch nie so laufen wie das menschliche Gehirn es sich ausdenkt, es ist etwas eigenes, etwas mystisches - etwas was man nicht in Worten greifen kann, nicht anfassen kann - Leben bedeutet über den eigenen Schatten zu springen und eben zu leben. Manchmal ist es denkbar, dass die Untentschlossenheit sich aufgrund der fehlenden Antwort auf den Sinn des Lebens bäumt - die Frage ist endlos philosophisch und wird nie letztendlich geklärt sein. Vieles hier ist facettenreich, ebenso das Leben. Ebenso der Mensch an sich. Ebenso jedes einzelne Individuum. Nichts ist greifbar und unendlich, alles ist da und doch endlich.

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